B- wie Bezahlschranke

B – wie Bezahlschranke – Politikerinnen hinter der Paywall ist ein Mangel an Informationsgerechtigkeit und wenig bürgernah

„Die Polizei sucht nach einem jungen Mann, der am 21. September einen Penny-Markt in der Richardstraße (Neukölln/Berlin) überfallen haben soll“, fahndet die Berliner Zeitung auf Twitter. Der junge Mann brauchte womöglich das Geld aus dem Raub für die Bezahlschranken diverser Infotainment-Kommerzportale. Hatte mich doch erst kürzlich darüber geärgert, dass Franziska Giffey und Raed Saleh ihr SPD-Landesvoristzenden-Interview vom Kommerzportal hinter einer Paywall verstecken ließen. Wer sich interessiert zeigte, wurde aufgefordert für 9,99 Euro monatlich ein Monats-Abo käuflich zur erwerben. Schleichwerbung? Mag sein, sicher ist, wir müssen in unserer Gesellschaft mehr Informationsgerechtigkeit wagen.

Politik mit Paywall beschränkt: Mithelfen, die Armen zu jagen, bleibt werbefinanziert

Fahndungsaufruf – bestimmt nicht hinter der Bezahl-Schranke verborgen, das würde die Polizei sich verbitten. Dasselbe erwarte ich gefälligst und erst recht von sozialdemokratischen Spitzen-Politikerinnen. Hab’s aber mit der Fahndungspaywall bislang gar nicht getestet. Bin noch sauer wegen der Politik-Paywall. Klicke beim Portal nicht mehr woanders. Prüfe lediglich, ob Giffey/Saleh-Interview endlich wirklich online steht. Dazu weiter unten mehr.

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B – wie Bürgernähe fehlt, denn das Giffey/Saleh-Interview ist hinter der Bezahlschranke verborgen, weil für ärmere Bürger:innen ist es zu teuer, ein Abonnement für 9,99 Euro im Monat abzuschließen. Informationsgerechtigkeit geht anders. Und ist es nicht vielmehr eine Form der Schleichwerbung, wenn Politiker:innen sich wie Giffey und Saleh als „Spitzenduo“ quasi als Lockvogel für Abofallen hergeben? Werbung hat Giffey bereits fürs Kommerz-Portal nebenan.de gemacht…

B – wie Bezahlschranke. B – wie Bürgernähe fehlt jedenfalls, denn das Giffey/Saleh-Interview ist hinter der Bezahlschranke einen Kommerzportales der Infotaninmentbranche verborgen. Eine Paywall für die Politik bezeugt die mangelnde Informationsgerechtigkeit. Ärmere Bürger:innen ist es viel zu teuer, ein weiteres Abonnement für 9,99 Euro im Monat abzuschließen. Informationsgerechtigkeit geht anders. Und ist es nicht vielmehr eine Form der Schleichwerbung, wenn Politiker:innen sich wie Giffey und Saleh als „Spitzenduo“ quasi als Lockvogel für Abofallen hergeben? Werbung hat Giffey bereits fürs Kommerz-Portal nebenan.de gemacht: B – wie Bürgernähe? Nein, es ist schlicht antisozial & antidemokratisch, wenn Politiker:in sich daran beteiligen, dass Privatverleger:innen interessante Infos anhand von Bezahlschranken (Paywall) vor dem Zugriff durch den ärmeren Teil der Bevölkerung schützen. Giffey

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Anmerkung: Das Interview, veröffentlicht am 29.11.2020 steht nach über einer Woche der Allgemeinheit noch immer nicht zum Lesen zur Verfügung. (Update: Auch am 21. April 2021 ist das Saleh-Giffey-Doppel-Interviw nach wie vor hinter einer Bezahlschränke vor dem Zugriff durch ärmerer Berliner geschützt) Nur für reiche Leute. Menschen, die zu zu arm sind, werden ausgesperrt. Bürgernähe nur für Menschen, die sich zig diverse Abos von Hobby-Verleger:innen leisten können. Und zu arrogant oder zu faul ist Berliner SPD-Parteivorstand auch noch, darauf via Twitter mit Anstand zu reagieren. „Ich bin sauer.“

Politiker:innen-Statements und Erklärungen hinter Paywalls verborgen, sind im Kern wenig sozial und das Gegenteil von Informationsgerechtigkeit. Es ist sehr frustrierend, dass SPD-Politiker:innen das dulden. „Kann mir nicht leisten, das zu lesen“ twitterte ich heute (11.Januar 2021) erneut unter dem Tweet einer weiteren SPD-Genoss:in, die ein Heil-Interview, hinter der Spiegel-Online-Bezahlschranke versteckt, zum Lesen empfiehlt. Ohne daran zu denken, dass das nicht alle Politik- und Grundsicherung-Interessierte bezahlen können? Das ist sehr ignorant, gerade bei einem Thema wie Grundsicherung als das neue ALG2. Das interessiert doch gerade Menschen, die wenig Geld haben. kann das einfach nicht nachvollziehen, das Thema Informationsgerechtigkeit zu ignorieren.

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