Meine Nachbarn sind nette, liebe Menschen, sehr wenige sind leider schlicht asozial im Verhalten. Diese Minderheit schmeißt Müll aus dem Fenster und auf die Straße. Ich mag den Rollberg, doch ich hege eine Abneigung gegen Verwahrlosung, Vermüllung und verantwortungsbefreite sowie kulturbefreite Mitmenschen.

Gewissensbisse im Rollberg-Kiez beim Bedienen der Ordnungsamt-App in Neukölln wegen Obdachlosen in Not

Ich habe aus voller Überzeugung erneut die Ordnungsamt-App genutzt, aber dieses Mal nagen Gewissensbisse. Selbst möchte ich es ordentlich und sauber gehalten wissen, wenn ich meine Wohnung zum Herbstspaziergang verlasse. Aber ich gönne einer Person ohne Wohnung nichtmal einen Platz zum Schlafen, solange es noch trocken ist. Sauberkeit und Ordnung sind mir ein Bedürfnis, das Schicksal einer in mutmaßlich sehr prekären Verhältnissen lebenden Person, dabei vollends zu ignorieren, fällt mir jedoch schwer.

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Müll, Schmutz, Unrat? Bitte bunt statt dreckig!

Weggeworfene Zigarettenkippen

Oft sind es Leute, die autoritär denken, aber sonst nichts zu melden haben, keine Macht über andere ausüben können, sich deshalb unwichtig und entbehrlich fühlen. Für Menschen mit mangelndem Selbstwertgefühl kann Machtausübung bedeuten, den Müll extra nicht korrekt zu entsorgen. Denn sie ahnen, das ärgert den einen oder anderen Nachbarn ungemein. Das verleiht ihnen eine gewisse Macht über Mitmenschen. In dem Moment, wo sie den Müllsack vor die Tür des Nachbarn abladen, belohnt das Gehirn diese Subjekte auch noch mit der Ausschüttung von Glückshormonen. Derselbe irregeleitete Belohnungs-Effekt tritt auch bei Verbrechen von Sexualstraftätern ein. Ja, seinen Müll nicht korrekt zu entsorgen, erst recht, wenn es nicht aus gewerblichen Gründen zur Profitsteigerung dient, ist in gewisser Weise krank. Es entspricht einer sozialen Störung.

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