Lahmacun an Kiefernzapfen an der Rollberger Promenade inmitten des Rollberg.Kiezes in Berlin-Neukölln achtlos weggeworfen

Müll in Neukölln bleibt dreckig – Vermüllung in meiner Nachbarschaft im Rollberg-Kiez

Schon wie wir? Es gibt viele Kampagnen und Gaslighting-Aktionen, die den Eindruck erwecken sollen, dass Neukölln sich um das stetig wachsende Müllproblem kümmerte. Vom Quartiersmanagement Rollberg über den Rat bis hin zu einzelnen Bürger:innen-Initiativen. Alle seien gegen die Vermüllung und soziale Verwahrlosung im Bezirk Berlin-Neukölln. Doch aller tatsächlichen Bemühungen einzelner Initiativen zum Trotz, mit Appellen oder Problembewusstseins-Kampagnen; es wird immer schlimmer. Je mehr Mülleimer und Müllcontainer der Bezirk aufstellt, desto mehr Müll und Dreck schmeißen Neuköllner:innen und Besucher:innen offenbar mutwillig daneben auf die Straße. Der Rollberg-Kiez vermüllt, deshalb halte ich soziale Verwahrlosung und kommunale Vernachlässigung meines Wohnumfeldes in stets aktualisierten und kommentierten Bildern fest.

Antisoziales Neukölln: Fehlt es an Bildung & Anstand im Rollberg-Kiez?

Auch abgelutschte Kippen und zerkaute Kürbiskerne sind Abfall: Neukölln nervt

Was ich davon halte, Müll nicht sachgemäß mit Anstand zu entsorgen oder direkt gegen die nächste Häuserwand zu klatschen, beschrieb ich bereits hier in einem älteren Post über die Rollberg-Kiez-Vermüllung. Ärgere mich über die ignorante Achtlosigkeit von Teilen meiner antisozialen Nachbarschaft im Rollberg-Kiez und Nachlässigkeit der politisch sowie unternehmerisch verantwortlichen Akteure in der Neuköllner Bezirksverwaltung, dem Berliner Senat, bei den Wohnbaugesellschaften, aber natürlich auch bei den ansässigen Gewerbetreibenden aus Einzelhandel und Gastronomie im weitesten Sinne. Aufgrund der Übersichtlichkeit, poste ich dort jedoch keine neuen Müllfotos mehr. Stattdessen präsentiert dieser aktuelle Müll in Neukölln-Blogeintrag fortan immer wieder neue, von mir je nach Lust und Laune kommentierte Schnappschüsse mitsamt Ortsangaben aus meinem leider zu stark vermüllten Nachbarschaftskiez. Das mag keinen guten Eindruck vom Rollberg-Viertel zwischen Hermannstraße und Karl-Marx-Straße hinterlassen, weshalb ich feststellen möchte, dass es eigentlich sehr schön sein könnte im Rollberg-Areal, wenn wenige kulturbefreite Typen ohne Anstand viel weniger Müll achtlos fallen und liegen lassen oder proaktiv üble Straßen- und direkte Wohnumfeldverschmutzung verursachen würden. Ist aber leider anders: Berlin-Neukölln bleibt dreckig bislang. Und der vernachlässigte Rollberg-Kiez hat ein akutes Müllproblem. Schön bunt geht anders.

Reste an der Rollberger Promenade: Deftiges, Kippen und „süße Waffeln“-Müll

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Zu den Zuständen in Neukölln ein „Bunt statt dreckig“-Rollberg-Post-Zitat „Sein Wohnumfeld zu vermüllen, ist komplett kulturbefreit…“

Menschen, die dem Allgemeinwohl schaden, kann man nicht einfach entsorgen wie Müll. Dieser ethische Anspruch, den ich hiermit klar formuliere, unterscheidet von AfD-Schreihälsen und artverwandten Neonazis, die das Müllproblem dreckig verlogen als Kulturkampf zwischen Einheimischen und Zugewanderten darzustellen versuchen. Aus meiner eigenen Praxiserfahrung als Reinigungskraft im Rollbergkiez, kann ich versichern und berichten; der Bio-Deutsche als Solches entleert Aschenbecher aus dem Klofenster, schmeißt Feigling-Pülleken in die Büsche, wirft mit Kot behaftete Kondome aus dem Schlafzimmer- oder woanders im herkunftsdeutschen Haushalt auch volle Windeln aus dem Küchenfenster. Kurz: Asoziales Verhalten an den Tag zu legen, ist weder eine ethnische, noch eine kulturelle Frage. Noch einmal: Sein Wohnumfeld zu vermüllen ist komplett kulturbefreit.

Robert Niedermeier, niedergemeiert.de

Auch im nahen Reuter-Kiez dünkt’s Engagierten, das Müll-Problem zu lösen

Wo liegt das Problem: Bei den Einwohnenden oder der Infrastruktur? Ich denke beides spielt rein. Am Reuterplatz gibt es etliche von diesen kleinen, orangenen Mülleimern. Häufig läuft man an denen vorbei, sie sind leer und direkt unter ihnen liegen mehrere Kronkorken. Die Leute sind teils sehr unachtsam. Wenn man weiß, dass so eine mal eben weggeschnippte Kippe 300 Liter Grundwasser verseucht, finde ich das schon krass, dass man davon im Kiez ganze Berge sammeln könnte. Und ja, es gibt Ecken, an denen große Müllbehälter fehlen. Durch den Lockdown hat sich der Müll durch Take-Away natürlich noch vermehrt. Seitdem hat sich logischerweise die Rattenproblematik verschärft. Gleichzeitig ist meiner Meinung nach aber was dran, dass die Berliner Stadtreinigung an manchen Orten nicht ihrem Auftrag nachkommt.

Würden Sie Menschen, die ihren Müll auf die Straße werfen, mit ihrem Verhalten konfrontieren? Ich arbeite beruflich mit Kindern zusammen. Unter meiner Aufsicht sage ich ihnen schon, dass sie ihren Müll ordentlich wegschmeißen sollen. Aber fremden Menschen eher nicht, die Stimmung ist hier nicht unbedingt freundlich und man kriegt teils sehr aggressive Antworten. 

Was bräuchte es, um das Problem zu lösen? Man könnte durch lustige Werbespots im Berliner Fenster darauf aufmerksam machen, dass man seinen Müll ordentlich entsorgen soll. Läden, die Take-Away anbieten, sollten auf andere Verpackungsvarianten umstellen. Und es wäre wichtig, dass der Bezirk mit der BSR ins Gespräch kommt. Denn wenn die BSR den Auftrag hat, bestimmte Straßen sechs Tage pro Woche zu reinigen, muss sie das auch machen. Dafür wird sie bezahlt und das wird indirekt über die Mieten abgedeckt. Mir geht es nicht darum, dass alles glatt geleckt aussehen muss, aber hier nimmt es teils widerliche Formen an und das ist nicht in Ordnung.“

Tagesspiegel, Newsletter Neukölln

Typisch antisozial: Fast Food-Verpackungsmüll nicht im nahen Mülleimer werfen

Müll in jeder Ritze: Baumscheibe oder Treppenaufgang – Kürbiskerne inklusive

Brennpunkt Dreck: Die Vermüllung in Berlin ist eine kollektiv soziale Störung und Müll aus dem Auto auf die Straße zu werfen, ist schlicht antisozial. Besonders der Bezirk Neukölln wirkt besonders verwahrlost und vernachlässigt.

Von der Leykestraße über Neuwedeller- bis zur Kopfstraße – Müll fair verteilt!

21.06.21: Müll stinkt in der Sonne, weitere Wegwerfartikel im Rollberg-Kiez

Weggeworfene Textilien und benutze FFP2-Masken sind ganz normaler Müll

Mal kurz am späten Nachmittag zum Rewe und schon wieder so viele schöne Müll-Motive aus Neukölln beisammen. Sein eigenens Habitat zu vermüllen, verlangt sicherlich viel Selbstverachtung von der in Teilen akut sozial gestörten Nachbaschaft im Rollberg-Kiez ab. Heute begegneten mir übrigens allein auf dem kurzen Weg zum Supermarkt drei übergewichtig wirkende Ratten auf der Rollberger Promenade, aber kein einziges Eichhörnchen. Womöglich sind Letztere fortgezogen.

Selbsthass und Zerstörungswut führen zur Vermüllung des eigenen Habitats

„Denn das Kernproblem sei, dass viele Menschen sich zwar zu Hause für ihren Müll verantwortlich fühlten, im öffentlichen Raum aber nicht. Es müsse sich nicht nur das Bewusstsein, sondern auch das Verhalten ändern“, schwant es dem Berliner Tagesspiegel.

Grünflächenamt in Neukölln beklagt die Müllinkontinenz der Berliner Bevölkerung

Passend zu der Forderung, das Partyvolk behutsam aus der Hasenheide zu locken, liest sich der am Donnerstag vorgelegte Bericht des Neuköllner Straßen- und Grünflächenamts wie ein Hilferuf: „In 2020 musste neben den Schäden durch die Übernutzung der Grünanlagen rund doppelt so viel Müll aus Pflegeflächen entsorgt werden“, heißt es darin. Der Bezirk beklagt nicht allein die „Müllinkontinenz“ der Leute („Fallenlassen des coffee-to-go-bechers, der McDonald-, Burger-, Pizza- usw. -Verpackungen, von Papier, Kunststoff- und Essensresten, von dem Kronkorken, der Zigarettenkippe oder dem Kaugummi gar nicht zu reden“), sondern auch, dass Müll per Lkw abgeladen werde. Homeoffice sei für die Mitarbeiter kaum möglich, denn: „Müll sammelt sich nicht selber ein.“ Ach so…

Tagesspiegel, Checkpoint, 11.06.2021

Rollberg: Sitzen drei Vollasis auf der Bank und verschmutzen die Umwelt mit Müll

Wird sporadisch fortgesetzt: Mehr (alte) Müll-Pics aus Neukölln gibt es hier

Übrigens: Neukölln ist eine Niete. Zieht bloß woanders hin, wenn ihr kein Verlangen nach Frustration oder keine Lust auf alltäglichen Kampf gegen den Frust im direkten Wohnumfeld verspürt.

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