Als sich die Arbeiterklasse auf der #A100 den Weg zur Arbeit freikämpfen musste, @trissmel , @LowerClassMag . #EssenRettenLebenRetten

Streikbrecher-Mentalität an der pseudolinken Querfront der Autobahn-Arbeiterklasse im Kampf um die A100

Was ist Sozialismus, welche Ziele hat der Sozialismus und ist Sozialismus nur für den Proleten da? Die richtige Antwort: Klimagerechtigkeit und solidarische Landwirtschaft sind absolut sozialistisch. Autogerechtigkeit indes ist einfach bloß schwerst antisozial. Doch das wissen viele Genoss*innen nicht und ergehen sich ungebildet in elendem Klassismus und machen im blinden Kampf gegen „Lifestyle“-Linke gemeinsame Sachen mit reaktionären Rechtsextremen und dem organisierten Kapital.

Berlin/Twitter „Mit Giffey lass ich mich nicht nicht beleidigen…“, schimpfte mich heute eine ehemalige Twitter-Freundin, um mich fortan auf dem Kurznachrichtendienst zu blockieren. Absolut nachvollziehbar, mit Giffey verglichen zu werden, ist bestimmt ein scheiß Gefühl, aber mit sozialistischen Argumenten kommt man beim reaktionären Bund der parteilich organisierten Poststalinist*innen halt nicht weit. So ward ich im Rahmen der überhitzten A100-Blockieren-Debatte lediglich geradezu dazu genötigt worden, darauf hinzuweisen, dass auch Franziska Giffey (SPD) den Autobesitz für eine soziale Frage der Autogerechtigkeit im Dienste der Arbeiterklasse hielte. Die deutsche Autobahn ist ein Verbrechen an Mensch und Natur, das wollen Rechtsextreme mit aller Gewalt bewahren. Dass sie dabei Schützenhilfe von links bekommen, ist eine politische Katastrophe.

„Diesen querfrontigen Poststalinisten vom Lower Class Magazin mit ihrer zwar albern wirkenden, aber bloß gefährlich reaktionären „Arbeiterklasse“- Romantisierung ist Internationale Solidarität doch vollkommen fremd.“

Robert Niedermeier, Twitter
Kritik am antikapitalistischen Protest von linker Seite ist ein posthumer Schlag in die Magengrube von Karl Marx, der wäre heute sicherlich Klimaaktivist. Die Mehrheit ist bloß die Summe aller Opportunisten.
Um was geht es hier überhaupt? Die Linke-Fans und rechte Grünenhasser kollaborieren versus Autobahn-Blockierer*innen

Zum Hintergrund: Reaktionäre Linke attackieren am 7. Februar 2022 erneut Aktivistinnen von „die letzte Generation„, weil die Stadtautobahn A100 in Berlin aus Protest gegen industriell organisierte Lebensmittelverschwendung blockiert worden ist. Im antisolidarischen Angriff verbünden sich im sogenannten SoMe (Soziale Medien) und in den Kommentarspalten der kommerziellen Medien-Verlage Querfront-Agitatoren mit Rechtsextremen in übler Hetze und klassistisch-chauvinistisch getränkter Kritik gegen antikapitalistische Klimaaktivistinnen.

„Tatsächlich nimmt die in Deutschland produzierte Menge an Lebensmitteln aufgrund verschlechterter Anbaubedingungen stetig ab. In den Dürrejahren 2018 bis 2020 verzeichneten die Landwirt:innen teils erhebliche Einbußen. Dies entspricht auch dem weltweiten Trend. Höhere Preise für Grundnahrungsmittel schlugen sich dabei bei den Endverbrauchern nieder.“

Letzte Generation.de

Der Protest sei nicht effektiv oder mehreitsfähig und richte sich gegen die Arbeiterklasse, lautet die Kritik aus angeblich linken Zirkeln. Das ist natürlich eine dreckig verlogene Verunglimpfung. Wer indes Arbeiterklasse mit Autobahnnutzende gleichsetzt, argumentiert eben wie die rechtskonservative Berliner #sPD-Vorsitzende Franziska Giffey. Links ist diese verinnerlichte Sreikbrechermentalität nicht, die hinter der Pöbel-Kritik steckt. Solidarische Landwirtschaft und Klimagerechtigkeit sind sozialistische Ideen, die es umzusetzten gilt. Ebenso ist es sozialistisch die Lebensmittelproduktion politisch gewollt zu regulieren und in internationaler Solidarität Ressourcen schonend und nachhaltig marxistisch zu wirtschaften. Autogerechtigkeit hingegen ist einfach bloß menschenfeindlich. Das selbe gilt auch für die von Konsumenten mitverschuldete Lebensmittelverschwendung, die dem Kapitalismus immanent ist. Widerstand ist auch Arbeit: Meine Solidarität galt schon immer den Streikenden, nie den Streikbrechern, wer die Klimaaktivisten kritisiert statt den Kapitalismus, macht sich halt zum Mittäter

„Vom Standpunkt einer höheren ökonomischen Gesellschaftsformation wird das Privateigentum einzelner Indivi- duen am Erdball ganz so abgeschmackt erscheinen wie das Privateigentum eines Menschen an einem andern Menschen. Selbst eine ganze Gesellschaft, eine Nation, ja alle gleichzeitigen Gesellschaften zusammengenommen sind nicht Eigentümer der Erde. Sie sind nur ihre Besitzer, ihre Nutznießer, und haben sie als boni patres familias den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen.“

Karl Marx, Das Kapital, Buch III

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Verinnerlichte Streikbrechermentalität steckt hinter der primitiven Pöbel-Kritik gegen Klimaaktivismus

Industriell organisierte Lebensmittelverschwendung ist zum Kotzen: Statt sich solidarisch mit den Aktivistinnen von Essen retten, Leben retten-Bewegung zu zeigen, wird aber etwa seitens des ominösen Lower Class Magazins Solidarität mit gewaltbereiten Autofahrenden an den Tag gelegt, die sich auf der umstrittenen Stadtautobahn A100 in Selbstjustiz gegen Protestierende üben. In Berliner Medien stellen Liberale derweil allen Ernstes die wirklich sehr doofe Frage. Was darf Protest?

Antisolidarische Neonazi-Kollbaroteure in Aktion: Gewaltandrohung inklusive. Das antisolidarische Lower Niveau-Querfront-Portal ist wirklich bloß als Spucknapf zu gebrauchen, LowerClassMag. Ist notiert: Querfront zerschlagen.
Autogerechtigkeit: Autofahren – das ist wissenschaftlich bewiesen – macht alle gleich dumm

Aber weil Autofahren – das ist Fakt und wissenschaftlich bewiesen – dumm macht, steht die blöde Frage im Autofahrerland BRD ständig im Raum. Keinesfalls dürften Bundesstraßen, Firmenzugänge, stinknormale Stadt- oder Landstraßen und schon gar nicht Autobahnen und somit also eigentlich alles auf dem vornehmlich Autos fahren sollen und parken dürfen der schnöden politischen Willensbekundungen wegen blockiert werden. Das sei ungerecht. Noch ungerechter als Atomraketen, Atommüll- und Ferkel-Transporte. Wer politisch etwas erreichen möchte im Leben, der solle gefälligst vor den Privatwohnungen von linken Politikern demonstrieren, schreiben rechte Idioten den Klimaaktivistinnen ins Internet. Faustschläge und Ohrfeigen kassierten die jungen Klimaaktivistinnen auch schon – das sei aber Notwehr, wenn man im Stau steht, lügen bescheuerte Post-Maoisten und menschenfeindliche Rechte gemeinsam, um Selbstjustiz zu rechtfertigen – fertig drauf.

#SozialismusJetzt ins Twitter kritzeln, aber zusammen mit Neonazis gemeiname Sache pro Kapitalismus zu machen, ist wirklich pervers: #QuerfrontZerschlagen

Robert Niedermeier, Facebook

Viele sich als links beschreibende Personen verbreiten zudem das belämmerte Blöden-Dogma, Protest dürfe sich immer nur gegen und damit auch ausschließlich vor den Toren und besser noch vor den Geschäftszentralen der Großkonzerne richten. Dem Arbeiter in seinem Lauf darf nichts am roboten für „die da oben“ stören. Letzteren Querfront-Teilnehmenden wurde zwar gleichwohl gewaltig ins Hirn geschissen, haben dennoch im Gegensatz zum rechten Abschaum nicht komplett unrecht, aber bloß sehr bedingt. Denn klar ist: Mit dem Blockieren einer Autobahn trifft man die Logistik vieler Konzerne auf einem Schlag. Und zum anderen haben die Klimastreiks gezeigt, dass Streik nicht allein dem Proleten in Latzhose und Bierchen in der Hand vorbehalten ist. Autobahnen zu bestreiken ist nicht nur effizient, sondern auch cool.

“Das Essen-Retten-Gesetz würde ja nicht nur dabei helfen, Hungersnöte zu verhindern, sondern auch viele Emissionen reduzieren. Wir können es uns nicht leisten, weiter lahmarschig von Kompromiss-Meeting zu Greenwashing-Erklärung zu Luxus-Dinner zu torkeln. Uns bleiben zur Verhinderung der Klimakatastrophe 3-4 Jahre – jetzt ist die Zeit für Handlungen! Und beim Essen-Retten-Gesetz als einfachste erste Maßnahme fangen wir an.”

LetzteGeneration.de
Erbärmliche Streikbrechermentalität auf bundesdeutschen Autobahnen – Gewalt gegen Essen retten, Leben retten!-Aktivistinnen

Von daher ist die in linken Kreisen durchaus tradierte Protestform der Straßenblockade sehr wohl super wirksam und immer auch im wahrsten Sinne des Wortes revolutionär demokratisch. Immer schon feige und opportunistisch sind jedoch die Streikbrechenden, die sich zum Büttel des Kapitals und Junkertums machen und Streikposten attackieren. In dieser Tradition mit der selben Streikbrecher-Mentalität geschwängert ätzen pseudolinke Poststalinisten heute gemeinsam mit Neonazis gegen Klimaaktivismus. Sehr erbärmlich diese perverse Querfront.

„Ich fand heraus, dass die Stalinisten die Mörder der Führer der Oktoberrevolution waren“, erklärte Jim. „Sie haben mehr dazu beigetragen, den Sozialismus zu diskreditieren, als jeder Kapitalist es je gekonnt hätte.“ 

Jim Lawrence (1938 – 2022), wsws.org

Fortsetzung folgt…

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Vertreter der Arbeiterklasse will freie Fahrt für freie Bürger: „Hör‘ zu, wir müssen Häuser verwalten.“ 
Arbeiterklasse im Stress: „Hör‘ zu, wir müssen Häuser verwalten.“ #A100https://twitter.com/RA_Solf/status/1490708622418100227 #EssenRettenLebenRetten
„Ich glaube diese Aktionsform ist effektiv. Es geht dabei nicht um die Leute vor Ort sondern um die Bilder die mio. Menschen sehen. Natürlich triggert das eine kleine verborte Minderheit auf Twitter, aber die stille Mehrheit wird sich vllt mal Gedanken machen, weshalb die das tun.“

Auch auf die Gefahr hin, mich wieder unbeliebt zu machen: Diese Straßenblockaden sollten aufhören. Sie führen zu nichts, sind ergebnislos, sie polarisieren, und das wo wir einen breiten gesellschaftlichen Konsens in Sachen Klimakampf brauchen. #Selbstjustiz

Mother Fianna @Fianna_Saoirse

Wer ist denn die Mehrheit, die Summe aller Opportunistinnen, die sich antisolidarisch mit Neonazis gegen antikapitalistische Klimaaktivistinnen verbünden? Sozialismus ist also der Kampf für freie Fahrt für freie Bürger? Nein. Sozialismus ist der Kampf für Klimagerechtigkeit und Solidarische Landwirtschaft. Und die Gleichsetzung von A100-Nutzenden mit der Arbeiterklasse ist #Giffey-Märchen. Ich fahr Sbahn. #EssenRettenLebenRetten

Robert Niedermeier, Twitter-Talk
„Mit #Giffey lass ich mich nicht nicht beleidigen…“. Absolut nachvollziehbar, aber mit sozialistischen Argumenten kommt man beim reaktionären Bund der parteilich organisierten Poststalinist*innen halt nicht weit. #DieLinke-Anhängerinnen keifen auf Twitter versus den gegenüber dem Kapitalismus sehr kritischen Essen Retten Leben Retten-Aktivismus auf der A100 in Berlin. „Sozialismus Jetzt“ twittern können sie besser als Sozialismus zu definieren oder Solidarität zu formulieren.

„Zwischen Mut und Wut entfaltet sich die derzeitige Straßenausgabe der Klimadebatte, Es sei nunmal nicht der Ort und nicht die Zeit sagen die, die bislang weder Zeit noch Ort fanden und die handgreiflich klar machen, dass es aus ihrer Sicht nie die Zeit und den Ort geben wird.“

Guido Kühn
Protest tut Not: Die deutsche Autobahn ist kein Ort für Klimagerechtigkeit, aber gut genug zum Blockieren.

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