Kennst du Eppis? Das sind die Briefchen von Heute

Der Abstand von 1,5 Meter entspricht 30 Eppis!

Als mir zum ersten Mal „Eppis“ ins Auge fielen, dachte ich, jemand will mir in der Hasenheide portioniertes Gleitgel verkaufen. Lehnte dankend ab, da ich nur zum Petting aufgelegt war. Also, in meiner Jugend hießen „Eppis“ noch Briefchen, die wurden aus Schreibpapier zurechtgeschnitten und zum niedlichen Briefumschlag gefaltet. Plastikfrei und deshalb klimapositiver und umfreundlicher. Aber doof, wenn man Ende der Achtziger Jahre vom MDMA und vom Tanzen so krass schwitzten musste, dass einem das Koks, Speed oder andere pulvrige Stimulanzien – im übergroßen Sakko verstaut – nass geworden sind, da half nur noch das beherzte Schlucken. Was zudem die Wirkzeit hinauszögerte, aber auch verstärkte und insgesamt verlängerte. Hach, das waren noch Zeiten, jetzt werde ich gleich noch sentimental. In Nostalgie und auch in Erinnerungen ans Kaffeeland Kolumbien schwelge ich bereits. Ja, ja, wie sich der Zeitgeist doch wandelt. Heute spricht jeder vom Klimawandel und Mikroplastik in der Nahrungskette, aber früher wurde beim Drogenkonsum unbewusst die Umwelt geschont und der ökologische Fußabdruck pragmatisch in der Praxis reduziert. Glaube kaum, dass die Einweg-Eppis recycelt werden und die Öko-Bilanz der Kunstoff-Behältnisse ist sicherlich höher als beim Briefchen aus Papier. Allerdings können die medizinischen Gefäße helfen, die Drogen-Ressourcen zu schonen, oder vielleicht auch nicht. Egal.

Wichtiger Hinweis: Nehmt keine Drogen, Drogen sind ungesund, okay?

Danke für Inspiration zu diesem Unfug-Post an Dennis K, Berlin – folgt dem antifaschistischen Account – bleibt achtsam und freundlich…

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